Brandschutzunterweisung für Handwerk, Werkstatt und Produktion

In Werkstätten entstehen Brände oft Stunden nach Feierabend – durch Funken von Schweiß- oder Schleifarbeiten oder ölgetränkte Putzlappen. Gute Unterweisung verhindert das.

Unterweisung starten – 19,99 €
  • Teil 1 online mit Lernerfolgskontrolle
  • Teil 2: Checkliste für Handwerk & Werkstatt
  • Jährliche Erinnerung per E-Mail

Typische Brandgefahren: Handwerk & Werkstatt

  • Schweißen, Trennschleifen, Löten – Funkenflug bis weit in den Raum
  • Lacke, Lösemittel, Verdünnungen, Spraydosen
  • ölgetränkte Putzlappen (Selbstentzündung)
  • Holz- und Metallspäne, brennbare Stäube
  • Druckgasflaschen (Acetylen, Propan, Sauerstoff)
  • Akkuwerkzeuge und Ladegeräte

Darauf sollten Sie achten

  • Heißarbeiten außerhalb fester Arbeitsplätze nur mit Erlaubnisschein, Brandwache und Nachkontrolle
  • Brennbare Flüssigkeiten im Sicherheitsschrank, am Arbeitsplatz nur die Tagesmenge
  • Putzlappen in nicht brennbaren, verschließbaren Behältern sammeln
  • Späne und Stäube regelmäßig entfernen, Gasflaschen gegen Umfallen sichern

Pflicht für alle Beschäftigten – jedes Jahr

Alle Beschäftigten müssen vor Aufnahme der Tätigkeit und danach mindestens jährlich im Brandschutz unterwiesen werden, Jugendliche halbjährlich (§ 12 ArbSchG, § 6 ArbStättV, § 4 DGUV Vorschrift 1, ASR A2.2). Das gilt auch für Aushilfen, Auszubildende und Teilzeitkräfte. Mehr dazu im Ratgeber Pflicht und Häufigkeit.

So läuft die Unterweisung ab

Teil 1 – online, ca. 20 Minuten

9 Lerneinheiten mit 24 Fragen: Brandentstehung, Brandverhütung, Rauch, Fluchtwege, Verhalten im Brandfall, Notruf 112, Feuerlöscher inkl. Fettbrand, Evakuierung. Nachweis als PDF.

Wo? Am Handy oder PC
Teil 2 – im Betrieb, ca. 15–20 Minuten

Nach ein paar Fragen zum Arbeitsplatz entsteht die persönliche Checkliste für den Rundgang mit der/dem Vorgesetzten – gemeinsam abhaken und unterschreiben.

Wo? Vor Ort am Arbeitsplatz

Beispiel: Diese Punkte enthält die Checkliste Teil 2 für Handwerk & Werkstatt

Bei typischen Merkmalen wie Schweißen, Löten, Trennschleifen oder Flexen, Brennbare Flüssigkeiten oder Spraydosen, Akkus werden geladen, Gasanschluss oder Gasflaschen. Jede Checkliste wird individuell nach den Angaben des Teilnehmers zusammengestellt.

  1. Flucht- und Rettungsplan gezeigt
  2. Erster Fluchtweg vom Arbeitsplatz abgegangen
  3. Zweiter Fluchtweg gezeigt
  4. Notausgänge: Öffnen erklärt
  5. Sammelstelle aufgesucht
  6. Alarmierung im Betrieb erklärt
  7. Notruf 112 von hier aus
  8. Nächste Feuerlöscher gezeigt
  9. Bedienung des Feuerlöschers erklärt
  10. Besondere Brandgefahren am Arbeitsplatz besprochen
  11. Gas: Absperreinrichtung und Gasgeruch
  12. Heißarbeiten: Erlaubnis und Brandwache
  13. Brennbare Stoffe richtig lagern
  14. Laden von Akkus
  15. Rauchen, offenes Feuer, Elektrogeräte
  16. Brandschutzhelfer und Ansprechpartner bekannt
  17. Hilfe für andere geregelt
  18. Evakuierungsübung
  19. Brandschutzordnung Teil B erhalten

Arbeitgeber können die Checkliste auch selbst mit ihren Betriebsdaten vorausfüllen – zusammen mit Brandschutzordnung, Teilnehmerliste und weiteren Vorlagen: Vorlagen für Arbeitgeber.

Brandschutzunterweisung für Handwerk & Werkstatt

Online erledigen, Checkliste für vor Ort erhalten, Nachweis per E-Mail. Für mehrere Mitarbeiter gibt es Gutscheincodes.

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Häufige Fragen

Was gilt für Schweißarbeiten in der Werkstatt?

Außerhalb fester, dafür eingerichteter Arbeitsplätze nur mit schriftlicher Erlaubnis (Erlaubnisschein), mit Entfernen oder Abdecken brennbarer Stoffe, bereitgestelltem Feuerlöscher, Brandwache und Nachkontrolle.

Gilt in Werkstätten eine erhöhte Brandgefährdung?

Häufig ja, etwa bei Heißarbeiten, brennbaren Flüssigkeiten oder Stäuben. Das wird in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt und kann zusätzliche Feuerlöscher und mehr Brandschutzhelfer erfordern.

Müssen Auszubildende unterwiesen werden?

Ja, vor Beginn der Tätigkeit. Jugendliche unter 18 Jahren mindestens halbjährlich (§ 29 JArbSchG).

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